Heute hatte ich eine vergleichsweise unspektakuläre Etappe.
Es ging weiter auf der Nationalstraße N-220. Eigentlich die ganze Zeit auf einem Bergrücken, so dass ich nach rechts und links weit in die Ferne schauen konnte. Auf beiden Seiten wieder Olivenbäume ohne Ende.
Links lag die Sierra de Cazorla, die vom Reiseführer höchst gelobt wurde, und durch die ich auch gerne gefahren wäre - das hätte mich aber zwei Tage mehr gekostet und wäre wegen der Höhenmeter um einiges schwieriger gewesen. Also weiter hier auf der Nationalstraße.
Diese war in diesem Abschnitt sogar einigermaßen stark befahren. Drei oder vier Autos in der Minute. Manchmal auch mehr. Vorbei sind die Zeiten, wo ich fast vollkommen allein unterwegs war.
Aber auch wenn es stark befahren ist, ist das Fahren auf der Nationalstraße kein Problem: in Spanien haben die Nationalstraßen durchgängig einen Standstreifen - im Gegensatz zu Kroatien oder Italien. Außerdem fahren die Spanier sehr umsichtig und halten viel Abstand. Manchmal fahren sie beim Überholen bis ganz auf die linke Spur, obwohl ich ja auf dem Standstreifen fahre und sie eigentlich gar nicht ausweichen mussten. Sehr lobenswert.
Entlang der Nationalstraße wird gebaut: es werden riesige Erdmassen bewegt. Wahrscheinlich wird die Straße bald durch eine Autobahn ersetzt.
Heute hatte ich nur 45 km bis Úbeda. Entsprechend früh war ich am Ziel und konnte mir die Stadt intensiv anschauen.

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