Montag, 15. Oktober 2018

22. Tag: Jerez de la Frontera - Costa Ballena. 37 km, 170 Höhenmeter

Der letzte Tag der Tour ging von Jerez an die Küste durch wenig attraktives Küstenvorland.

Ich bin meist auf nicht asphaltierten Straßen an Bauernhöfen vorbeigefahren. Ich hatte die ganze Zeit starken Gegenwind - der Atlantik ist nah -, so dass die Etappe über eine Stunde länger gedauert hat, als üblich und nochmal recht anstrengend wurde.

In der Nacht hatte es geregnet. Noch in Jerez bin musste ich mein Fahrrad über ein kleines Stück Wiese schieben, um zu meinem Weg zu gelangen. Das waren höchstens 15 Meter, aber der Weg war dermaßen lehmig, dass er mir das ganze Fahrrad verklebt hat: das Zeug ist zwischen den Schutzblechen und dem Reifen hängen geblieben, so dass sich der Reifen nicht mehr gedreht hat.

Auch an meinen Schuhen und den Pedalen blieb es hängen, so dass ich noch nach Kilometern auf den Pedalen herumgerutscht bin.

Mein Fahrrad sah aus wie Sau. Das erste Mal auf dieser Tour.

Auch sonst war die Strecke wenig attraktiv. Sie wurde vor allem vom Müll bestimmt, der überall im Straßengraben lag. Von den üblichen Cruzcampo-Dosen über Ölkanister bis hin zu Kloschüsseln war alles dabei. Die Spanier sind diesbezüglich Dreckschweine.

Auch die Bauernhöfe waren wenig attraktiv: wenig gepflegt und meist mit allerlei verrostetem Gerümpel versehen.

Interessant waren allerdings die zahlreichen Baumwollfelder, die heute das bestimmende Bild ausmachten. Als Radreisender mit Luftpolsterfolie kam ich mir vor wie ein Außerirdischer aus einer anderen Welt.

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