Samstag, 13. Oktober 2018

21. Tag: El Bosque - Jerez de la Frontera. 65 km, 500 Höhenmeter.

Heute habe ich den tausendsten Kilometer dieser Tour hinter mich gebracht.

Also. Ich muss nochmal sagen, dass die Übernachtung in El Bosque absolut schön war. Das urige Dorfrestaurant, das gute Essen, der nette Besitzer, der schöne Ort - da hat einfach alles gepasst. Toll!

Bei strahlendem Sonnenschein ging es heute Morgen los. Eine wunderbare Bergkulisse im Hintergrund. Ein tolles Bild!

Es ging nun auf einer Landstraße mehr oder weniger geradeaus über leicht welliges Gelände.

Irgendwann tauchte Arcos de la Frontera auf, dessen weiße Häuser wie Puderzucker auf einen Bergrücken gestreut sind. Zwei Kirchen am obersten Punkt. Wunderbar!

Ich konnte es nicht lassen und habe mein Fahrrad hoch in den Ort geschoben. Ich wollte ein Foto von oben mit Blick auf die Stadt und die Landschaft haben. Das war aber durchaus eine Anstrengung für sich: die Straßen sind teilweise so steil, das selbst schieben kaum noch ging. Die Einheimischen und die Touristen haben mich ungläubig angeguckt...

Oben habe ich dann mein Foto gemacht und einen Kaffee getrunken. Dann wieder runter und weiter.

Im zweiten Teil ging es dann auf der alten Landstraße weiter: eine neue Straße wurde vierspurig nebedrangesetzt - ich hingegen fuhr auf der alten Straße. So hatte ich zwar den Lärm von nebenan, war aber ansonsten vollkommen allein unterwegs.

Schließlich kam ich in die Ausläufer von Jerez. Es ging direkt an der Rennstrecke vorbei. Gesehen habe ich davon nichts, aber gehört: zig Motorradfahrer, die hier ihre Runden drehten.

Rund um die Rennstrecke war die Straße ein einziger Müllhaufen: offenbar schmeißen die Spanier vor und nach dem Besuch der Rennstrecke alles Mögliche in den Straßengraben. Schrecklich.

Hier habe ich das erste Mal Baumwolle auf dieser Tour gesehen und in der Hand gehabt: fühlt sich an wie Watte.

Nun bin ich in Jerez. Morgen noch eine Etappe - dann bin ich am Atlantik und die Tour ist zu Ende. Kaum zu glauben.

1 Kommentar: