Freitag, 12. Oktober 2018

20. Tag: Ronda - El Bosque. 50 km, 980 Höhenmeter

Das war der letzte hohe Punkt auf dieser Reise: der Puerto El Boyar auf 1.100 Metern. Von nun an geht es in die Ebene, bis ich schließlich am Meer bin.

Auch die heutige Etappe war wieder phantastisch und sehr abwechslungsreich.

Zu Beginn ging es durch ein Gebiet, das unseren Mittelgebirgen ähnelt. Wenn es nicht ab und zu Olivenbäume gäbe, könnte man meinen, man wäre im Odenwald.

Dann wurde es sehr viel gebirgiger. Ich kam in die Sierra de Grazalema.

Grazalema, der Hauptort, ist wunderbar hübsch am Berg gelegen. Er zählt zu den hübschesten Dörfern Spaniens. Was sicherlich berechtigt ist.

Die Sierra de Grazalema ist ein großes Brutgebiet für Gänsegeier. Es lebt hier eine der größten Populationen Europas. Am Río Majaceite leben Fischotter, Bienenfresser und Eisvögel. Reinste Natur. Und durch den Regenreichtum alles sehr grün.

Ansonsten gibt es hier auch wahnsinnige Canyons, die man durchwandern kann. Ich hatte dafür keine Zeit und man braucht außerdem eine Genehmigung der Naturparkverwaltung. Denn ohne Genehmigung darf man das Innere des Nationalparks nicht betreten. Der Natur zuliebe.

Vom höchsten Punkt hat man einen wunderbaren Ausblick in die Ebene. Von 1.100 m Höhe ging es dann in einer Fahrt von über 15 km nur bergab auf 300 m Höhe nach El Bosque, meinem heutigen Ziel.

Es stehen nun nur noch zwei Tagestouren in der Ebene an, bis ich am Meer bin. Am Atlantik.

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