Es hatte die ganze Nacht geschüttet. In Mallorca sind Autos weggeschwommen und Leute vermisst. Im Raum Malaga, nicht weit von mir, muss es auch schlimm gewesen sein. Noch morgens um halb sieben regnete es. Camino del Rey hatte ich mir sowieso abgeschminkt.
Ich also in die Wettervorhersage und ins Regenradar geschaut (dem Internet sei Dank): heute Vormittag sollte es regenfrei bleiben - wenig weiter in Malaga aber weiterregnen.
Also gefrühstückt und gleich los. Vielleicht komme ich ja trocken durch.
Auf den ersten Metern hatte man schon gesehen, was der Regen angerichtet hatte: es lag viel Geröll auf der Straße.
Am Himmel war ein Gemisch aus Sonne und Wolken. Später kam öfters die Sonne heraus und es wurde besser als erwartet. Schließlich kam ich trocken bis nach Ronda.
Die Strecke heute war eine der Schwierigsten der Tour: sie hat ziemlich viele Höhenmeter. Doch ich ließ mich nicht beirren, habe gelegentlich geschoben und ab und zu eine Pause eingelegt. So ging es sehr gut.
Es ging durch die Sierra de las Nieves. Ein Gebirge in dem es viele Tierarten gibt, z.b. Gemse, Adler und anderes.
Zunächst ging es durch viele Tannenwälder, dann erinnerte die Gegend wieder an Kroatien. Nach vielen Kilometern bergauf, ging es dann schließlich ins Tal nach Ronda.
Nach dem Loch gestern, habe ich nun hier ein ganz wundervolles Apartment für die nächsten zwei Tage.

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