Die Fahrt heute war echt anstrengend. Ich hatte die meiste Zeit Gegenwind, der mir zu schaffen machte. Hinzu kam, dass es zwei sehr steile Anstiege gab, die ich nicht mehr fahren, sondern nur noch schieben konnte. Außerdem eine steile Abfahrt über eine holprige Schotterstrecke, wo ich mich auch nur an das Lenkrad klammern konnte. Und das bei einer Etappe, die an sich sowieso schon nicht leicht war.
Kurzum: heute Abend bin ich ziemlich geschafft. Für heute reichts.
Die Strecke an sich war wieder sehr schön und abwechslungsreich. Ich hatte zwei fruchtbare Hochebenen, in denen alles Mögliche angebaut wurde (alles bio ;-), eine Fahrt durch eine Steinwüste, die mich sehr an Kroatien erinnert hat, verschiedene Bergmassive in unterschiedlichen Farben - und zahlreiche Radfahrer, die mich überholt haben. Mit und ohne Gruß.
Als Mittagessen gab es zwei belegte große Brötchen in Archidona, einer hübschen Kleinstadt, in der heute am Sonntag einiges los war: auf dem zentralen Platz gab es Livemusik. Und alle möglichen Leute waren unterwegs und haben sich ausgetauscht. Für mich sehr interessant zu beobachten.
Nun bin ich in Antequera. Zwei Übernachtungen. Ich sitze auf einem schönen Platz vor meinem Hotel und trinke einen 'Tinto de verano' - einen Rotwein mit Limonade und Eis. Hört sich schräg an, schmeckt aber ausgesprochen lecker!

Ich hab grad ein Gläschen Tinto pur :-)
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