Donnerstag, 4. Oktober 2018

12. Tag: Guadix - Granada. 59 km. 950 Höhenmeter.

Die heutige Etappe wird sicherlich auch als eine der schönsten dieser Tour in die Geschichte eingehen. Einfach wunderschön.

Heute morgen ging es zunächst noch durch das Gebiet mit Tuffstein. Es waren weitere Häuser zu sehen die in den Fels gebaut waren. Es gab einige Stellen, wo für die Straße ganze Berge weggemacht wurden. Tuffstein lässt sich eben leicht entfernen.

Am Anfang war der Tuffstein noch rot, später dann hellgelb, fast farblos, was dann wirklich ziemliche Ähnlichkeit mit Kappadokien hatte.

Später ging es dann durch ein sehr fruchtbares Tal, dann bergauf bis zum Pass.

Auf dieser Strecke habe ich dann noch viele Radfahrer gesehen. Das sind aber die, die nur auf Zeit und Leistung fahren, und deshalb keine Zeit haben, mal zu grüßen oder mal stehen zu bleiben, um ein Foto zu machen. Na ja, von mir aus.

Der Aufstieg waren so die ersten 25 km durch ein Tal mit tollen Felsformationen ohne jeglichen Verkehr.

Vom Pass ging es dann nur noch bergab bis nach Granada rein. Die Strecke war einfach wunderschön. Kurz nach dem Pass hatte es etwas von Allgäu: alles sehr sehr grün und feucht. Es gab keine Kühe mit Glocken sondern hier haben die Schafe und Ziegen Kuhglocken.

Später kam dann ein Stausee mit fantastisch schönem grünen Wasser und rotem Stein. Also alles in allem eine wunderbare Landschaft, hier an den Ausläufern der Sierra Nevada.

Ja und die letzten Kilometer gingen dann durch das Straßengewühl von Granada Richtung Hotel. Hier merkt man halt, dass ich nun in einer 250.000 Einwohner-Stadt bin: Verkehr ohne Ende und viele viele Autos.

Ich scheine der einzige Fahrradfahrer hier in Granada zu sein. Viele gibt es jedenfalls nicht.

Inzwischen habe ich 650 Kilometer seit Valencia hinter mir. Morgen habe ich dann mal einen Tag frei.

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