Heute morgen ging es in einer atemberaubenden Abfahrt von Úbeda hinunter ins Tal des Rio Guadalquivir. Von 770 auf 320 Höhenmeter. Der Nachteil ist dann nur meistens, dass man das auch wieder bergauf muss: in meinem Fall von 320 bis auf 1.120 Meter.
Kurzum: heute war eine der anstrengendsten Etappen der Tour - zumal der größte Anstieg erst zum Schluss kam, wo man eh nicht mehr so viel Kraft hat und die Mittagshitze einem zu Schaffen macht.
Ich wusste das aber. Ich hätte auch schon vorher übernachten können - dann wäre aber der nächste Tag länger gewesen.
Belohnt wurde ich dafür wieder mit einer wunderbaren Strecke. Heute ging es in die Berge und ich hatte immer wieder ein grandioses Bergpanorama im Blick.
An dieser Etappe habe ich lange hin- und herüberlegt: die Gegend ist sehr hügelig und es gibt keine Route, die wirklich einfach zu fahren wäre. Ich hatte noch andere Routen im Blick, die aber noch schwieriger gewesen wären. Konditionsmäßig ist trotzdem alles gut.
Heute habe ich den Rio Guadalquivir überquert. Einer der (wenigen) großen Flüsse Spaniens. Er entspringt hier in der Nähe und ist hier noch fast ein Bach. @Jürgen: Du kannst Dir den Namen schon mal merken. Er mündet an der Costa de la Luz ins Meer - nicht weit von wo wir dann sind - und bildet dort ein großes Delta mit Naturschutzgebiet, das es sich laut Reiseführer lohnt, zu besuchen.
Interessant ist, wie der Name entstanden ist. Guadalquivir spricht man 'Wad al Kiwir'. Da steckt das arabische Wort 'Wad/Wadi' drin. @Jürgen: Du erinnerst Dich? ;-)
Der Name stammt also aus der Zeit, als die Mauren hier waren - genauso wie der Name des Ortes, wo ich heute bin: Guadahortuna - Wadi des Glücks.

Ah, ok!
AntwortenLöschenIch hab gleich an Wadi gedacht!